Orchesterreise des Gymnasiums St. Paulusheim nach Italien
Die Chance auf eine interkulturelle, musikalische Begegnung bot sich dem Schulorchester des Gymnasiums St. Paulusheim als dieses am 2. April zu seiner mehrtägigen Reise nach Valdagno in Nordostitalien aufbrach. Gleich bei der Ankunft wurden die 31 Schülerinnen und Schüler von ihren Gastfamilien im 25 697 Einwohner zählenden Ort in der Provinz Vicenza herzlich empfangen.
Bereits am folgenden Tag bot der Ausflug nach Verona den Musikerinnen und Musikern Gelegenheit, Kulturgüter wie die römische Ponte Pietra, einer römischen Bogenbrücke, und den berühmten Balkon von Romeo und Julia zu bestaunen. Das eigentliche Highlight stand aber am Abend auf dem Programm: die erste gemeinsame Probe mit dem ortsansässigen Jugendorchester der Musikschule. In kürzester Zeit entstand eine sowohl menschliche als auch musikalische Harmonie zwischen den 90 jungen Talenten. Dieses besondere Erlebnis beeindruckte alle Beteiligten nachhaltig.
Die kulturelle Reise führte freitags nach Vicenza, wo das Palazzo Chiericati und die Villa Rotonda begeisterten. Zurück in Valdagno wurden Bogen und Noten gegen Fußballschuhe und Ball eingetauscht: Im Freundschaftsspiel gegen ihre italienischen Gastgeber entwickelte sich ein spannendes Duell. Auch beim Sport entstanden zwischen den jungen Menschen auf vielen Ebenen nachhaltig Verbindungen, die von unschätzbarem Wert sind.
Der Samstag bildete den Höhepunkt der Begegnung: vormittags intensives Proben, am Nachmittag dann das gemeinsame Konzert vor begeistertem Publikum. Die musikalischen Darbietungen der Musikerinnen und Musiker spiegelte die begeisternde Zusammenarbeit wider, die sich in den vergangenen Tagen entwickelt hatte. Bei einem Abendessen knüpften die jungen Talente aus beiden Ländern neue Freundschaften, bevor es am Sonntag hieß Abschied nehmen: Mit einem herzlichen „Arrivederci“ trat das Schulorchester die Heimreise an.
Alle kehrten nicht nur um unzählbare musikalische Erfahrungen reicher zurück, sondern vor allem um den Gewinn an interkultureller Offenheit. Solche Begegnungen zeigen eindrücklich, dass Musik als universelle Sprache nicht nur Takte und Melodien, sondern auch gegenseitiges Verständnis vermittelt.
(Anna Meisel, Aliena Händel)
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