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Bach – Berio – Beatles



Von Konzerten im Münsterland führte die Reiseroute der schon mit einem Echo-Klassik ausgezeichneten Band in die Schweiz vorbei an Bruchsal. In der Hauskapelle des St. Paulusheims zeigten die studierten Blockflötisten Daniel Koschitzki und Andrea Ritter wie vielfältig eine Flöte sein kann. Dabei hatten sie jeweils weit mehr als eine Flöte im Gepäck, wurden von Stefan Balazsovics mit Geige und Bratsche begleitet und von Victor Plumetazz am Cello sowie von Christian Fritz am Flügel unterstützt. Nach dem Einstieg mit der Eigenkomposition Triple B des Pianisten mit Anklängen an Bach, Berio und die Beatles stand mit Johann Sebastian Bach ein echter Klassiker auf dem Konzertprogramm. Aus seiner h-moll-Suite gab es mit einem Rondeau, einer Bourée und der Badinerie barocke Tänze zu erleben und dank der begleitenden Einführungen von Daniel Koschitzki auch gleich noch ein wenig theoretischen Musikunterricht.

Eine Komposition von Christoph Graupner war als nächstes zu hören. Der Zeitgenosse von Bach hat rund 2000 Werke, darunter auch mehrere Opern und Klavierkonzerte geschrieben. Der heute nahezu unbekannten Komponist wirkte am Hof in Darmstadt und inspirierte Victor Plumetazz zum nächsten zeitgenössischen Stück „The Eternal Second“. In dieser Komposition verarbeitet er ein Motiv aus dessen Oktober-Klavierkonzert und nimmt im Titel Bezug auf seine musikalische Rivalität zum großen Bach. Koschitzki tauschte für dieses Stück seine Flöte gegen eine Melodica und brachte so eine ganz neue Klangfarbe zu Gehör. Neben einem Klassiker von Antonio Vivaldi durften natürlich auch moderne Musikstücke nicht fehlen, so etwa ein Solo an der Bratsche mit einem Stück von Luciano Berio, einem prägenden Komponisten des 20. Jahrhunderts. Spätestens beim dritten B, den Beatles, zeigte das Quintett, dass es seinem Bandnamen SPARK alle Ehre macht und den Begeisterungsfunken aufs Publikum überspringen lassen kann – gerade auch auf Schüler, die vielleicht noch nicht oft ein Konzert mit klassischer Musik und ihrem typischen Instrumentarium besucht haben.