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Zaubergala mit Ralf Gagel - Mai 2007
Zauberhafte Zeit
von Dr. Sibylle Orgeldinger
Freundeskreis erlöste bei Gala mit Ralf Gagel 1 000 Euro für neuen Musiksaal
Er ist ein Zauberer zum Anfassen – im wahrsten Sinn des Wortes: Ralf Gagel lässt sich von Kindern die Ärmel zuhalten, während er ein Ei verschwinden lässt, um zu zeigen, das alles mit rechten Dingen zugeht – oder vielmehr gerade nicht. Manchmal lässt er sich gar in die Karten schauen, um sie dann blitzschnell wandern zu lassen. Immer wieder verlässt der Magier die Bühne und geht durch den Saal, damit auch die Zuschauer weiter hinten etwas von seinen Kunststücken haben. Im Mai 2007 gastierte Ralf Gagel mit einer nachmittagfüllenden Zauberschau im St. Paulusheim. Der Freundeskreis, der das Ereignis als Benefiz für den neuen Musiksaal organisiert hatte, freute sich über rund 350 kleine und große Besucher – und einen Reinerlös von 1000 Euro.
Mit Glitter und Glamour geht Ralf Gagel sparsam um. Er trat in einem unscheinbaren graubraunen Kostüm auf und holte seine Utensilien aus einer abgewetzten braunen Aktentasche. Souverän hantierte er mit den klassischen Requisiten der Zauberkunst: Tücher, Münzen, Seil und Ringe. Mit verbundenen Augen ließ er sich durch den Saal führen und identifizierte Gegenstände, die Kinder ihm hinhielten. Zwischendurch spielte er mit den Erwartungen des Publikums, präsentierte Tricks, die eher Scherze sind, oder ließ Kunststücke scheinbar misslingen, um sie dann mit einer verblüffenden Wendung gerade noch zu retten.
Verräterische Körpersprache
Auch in der Mentalmagie ist Gagel versiert: Er holte eine Zuschauerin auf die Bühne und forderte sie auf, sich gedanklich in eine angenehme Situation zu versetzen. Durch geschicktes Einkreisen gelang es ihm nach und nach, diese Situation wiederzugeben – bis hin zu den Vornamen der beteiligten Personen. Wie geht’s? Dazu sagt der Zauberkünstler nur: "80 Prozent unserer Kommunikation geschehen über Körpersprache.“
Ralf Gagel ist in Graben-Neudorf daheim und in der Welt unterwegs. Der professionelle Magier agierte sogar schon in Beijing/China – „von dort habe ich unsichtbare Löcher mitgebracht“, erzählte er beiläufig bei einem Seiltrick. Wiederholt war er im Magic Castle in Hollywood engagiert. Es beherbergt die „Academy of Magical Arts“, einen renommierten Zauberklub, und dort aufzutreten ist eine besondere Ehre, die nicht vielen deutschen Zauberkünstlern zuteil wird.
Illusion des Schwebens
Den Abschluss und Höhepunkt des bezaubernden Nachmittags im Paulusheim bildete die klassische Illusion des Schwebens. Ralf Gagel ließ eine in ein Tuch gehüllte liegende Zuschauerin langsam nach oben schweben und zog einen Reifen über sie hinweg. Das ging dann doch nicht ohne theatralische Gestik, geheimnisvoll gedämpftes Licht und wabernden Bühnennebel. Ein bisschen Show gehört eben dazu.
Übrigens: Der beachtliche Erlös von 1 000 Euro, mit dem der Freundeskreis den neuen Musiksaal der Schule bezuschusste, kam nicht durch Zauberei zustande, sondern durch den Einsatz des Freundeskreisvorstands und seiner Mitarbeiter sowie die Unterstützung der Schulleitung, die Mithilfe der SMV und der Klasse 11 sowie den Beitrag von etlichen Eltern, die zu der Gala insgesamt mehr als 50 Kuchen spendeten. Ihnen allen noch einmal herzlichen Dank!

